Touri-Touren
Auf dieser Seite findet ihr ein paar "klassische" Spaziergänge für Neuberliner, Berlin-Entdecker und Berlinbesucher. Eventuell vorher einen Blick auf nen Stadtplan werfen, besser wäre natürlich das Buch mitzunehmen. Eine Angabe über die Dauer der einzelnen Spaziergänge gibt's hier nicht - jeder hat schließlich sein eigenes Tempo - aber alle Touren sind auch für nicht allzu belastbare Personen machbar.
Der Klassiker
Die wichtigsten "typischen Touri-Ecken" mit einem Spaziergang abklappern? Klar, das ist machbar - sofern man mit diesen Ecken die "Klassiker" Reichstag, Brandenburger Tor und unter den Linden meint. Und mal ganz ehrlich - diese Ecke ist deutlich eindrucksvoller als zum Beispiel der Kudamm.
Start am Hauptbahnhof, quer durch das Regierungsviertel (Königinnenpalast Bundeskanzleramt, Löbe-Haus, Reichstag), Brandenburger Tor, Unter den Linden entlang, Abstecher zum Gendarmenmarkt, zurück zu den Linden, Humboldt-Uni, Deutsche Oper, Dom, die große Brache (ehemals Palast der Republik, eines Tages vielleicht Humboldt-Forum), Rotes Rathaus, Alex.
Im Wandel der Zeit
Aus der Oranienburger Straße wurde Touristen-Nepp, das Tacheles ist nach wie vor vom Abriss bedroht, dafür wurden die Hackeschen Höfe nett restauriert... alles befindet sich im Wandel...
Start am Oranienburger Tor, vorbei am Tacheles (so lange es noch steht), Oranienburger Straße entlang, kurzer Schwenk auf die Museumsinsel, weiter zum Hackeschen Markt, zum Abschluss in die Hackeschen Höfe (und wenn man extrem sein will zum darin liegenden Ampelmännchenshop).
Die Casting-Tour
Sehen und gesehen werden? Abseits von den typischen Tourizielen - und doch mitten darin?
Start am S-Bahnhof Schönhauser Allee, Schönhauser Allee Richtung Süden, bei Konnopke eine Currywurst futtern (sofern die Warteschlange nicht zu extrem ist), ab durch die Kastanienallee, abschließend bei schönem Wetter ein Sit-in im Weinbergspark. Vom Rosenthaler Platz aus entweder wieder nach hause oder - wahlweise mit der Tram (M1) oder zu Fuß - Richtung Hackesche Höfe.
Grün in Treptow
Berlin genießen, aber bitte im Grünen? Auch kein Problem. Wahlweise mit "Großstadtfeeling", also mit Menschenmassen am Wochenende oder eben ohne an Werktagen...
Start am S-Bahnhof Treptower Park, durch selbigen hindurch, kurzer Besuch auf der Insel der Jugend, um den Plänterwald (ehemals Spreepark) herum, auf dem Rückweg noch ein Abstecher zum Sowjetischen Ehrenmal und wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Ins Nachbardorf - ab nach Spandau
Genug vom Großstadt-Trubel? Wie wär's mit nem kleinen Abstecher in die 80er - und noch weiter zurück - nach Spandau?
Start am U-Bahnhof Zitadelle (U7), Besuch der Zitadelle (bei akuter oder chronischer Geldknappheit ein Spaziergang um die Zitadelle herum), die alte Stadtmauer und alte (und auf alt getrimmte) Häuser im Kolk bewundern, abschließend ein netter Bummel durch die Spandauer Altstadt. Zurück geht's dann mit der S-Bahn, weil 1. schneller und 2. schönere Aussicht. Die Tour in Bildern
Westliches Kreuzberg
Den "Mythos Kreuzberg" erleben ohne Randale? Kein Problem!
Start am U-Bahnhof Hallesches Tor (U1, U6), Riehmers Hofgarten, Victoriapark, rauf auf den Kreuzberg, durch die - schöne, aber mittlerweile schwer touristische - Bergmannstraße, vielleicht noch einen Besuch in der Marheineke-Halle, einen Bummel durch den Kiez um den Chamissoplatz, und zum Abschluss noch eine Currywurst beim Curry 36.
Mythos der 20er: Die Friedrichstraße
Die Friedrichstraße - ein Mythos aus den späten 20ern. Was daraus geworden ist kann man sehen, in den man die Straße einfach mal entlang spaziert - komplett!
Start am südlichen Ende, am Mehringplatz (U6, U7), dann einfach die Straße Richtung Norden durchwandern. Erst trostlos, dann wird's spätestens am Checkpoint Charlie touristisch (und trotzdem interessant), es bleibt touristisch (jetzt aber nur noch für Shoppingjünger interessant) und hört gar nicht auf, touristisch zu sein. Wenn man den Gendarmenmarkt noch nicht bewundert hat kann man es nachholen. Wenn man es fast geschafft hat kann man sich mit einer guten (und scharfen) Currywurst am Stand unter der Bahnbrücke am Bahnhof Friedrichstraße belohnen; nicht sonderlich gemütlich, aber man kann die Wurst ja auch auf den Stufen vorm Tränenpalast genießen. Auf den letzten Metern wird die Straße dann sogar noch ganz schön, vor allem wenn man sich noch ein wenig in die Seitenstraßen schlägt. Dieser Spaziergang empfiehlt sich auch bei eher unbeständigem Wetter: Zum einen gibt es genug Passagen und Läden, in die man bei plötzlichen Regengüssen eintauchen kann, außerdem wird die Friedrichstraße komplett von der U 6 unterfahren und man kann die Tour ca. alle 500 Meter durch "Flucht in den Untergrund" abbrechen. (Hier ein kurzer Bericht über diese Tour mit ein paar Fotos).
Blick auf die Arbeiterpaläste: Die Karl-Marx-Allee
Ein Bummel durch die Karl-Marx-Allee lohnt sich für diejenigen, die an Ost-Berlins Vergangenheit interessiert sind, die von Zuckerbäckerarchitektur aus den 50ern fasziniert sind, oder die einfach gerne einen großen Boulevard entlangbummeln
Start wahlweise am U-Bahnhof Frankfurter Tor (U5) oder bereits an der Frankfurter Allee (Ringbahn, U5), dann einfach die Straße Richtung Westen entlangspazieren. Vorher diesen Bericht durchlesen und sich erfreuen.
JottWeDe - ab nach Potsdam
Genug von Berlin? Mal alles ein bisschen ruhiger angehen lassen? Da böte sich ein Ausflug nach Potsdam an. Kleiner Tipp: In der Touriinfo am Potsdamer HBF für einen Euro nen kleinen Stadtplan besorgen.
Mit der S-Bahn oder dem Regionalexpress geht es nach Potsdam, dort einfach munter drauf los spazieren, sowohl durch die Innenstadt als auch durch Potsdams Gärten. Lokalitäten zur abschließenden Erholung findet man in Potsdam zur Genüge.
Bei Gelegenheit, Lust und Laune wird die kleine Sammlung ergänzt, weitere Tipps willkommen.

