Durch Spandau und den Kolk
Ganz im Westen Berlins liegt Spandau, bereits 1197 erwähnt, seit 1232 offiziell Stadt, und somit fünf Jahre älter als Berlin. Eingemeindet wurde Spandau 1920, und wenn man den diversen Reiseführern Glauben schenken darf, bestehen die Spandauer auch heute noch darauf, keine Berliner zu sein. Wenn man so durch Spandau bummelt hat man auch eher das Gefühl, irgendwo in einer netten Kleinstadt zu sein, irgendwann in den späten 80ern...
Bekannt ist von Spandau - neben dem Kriegsverbrechergefängnis - vor allem die Zitadelle. Sie wurde Ende des 16. Jahrhundert erbaut, der Julius-Turm, neben der St.Nicolai-Kirche eines der Wahrzeichen Spandaus, angeblich schon im 13. Jahrhundert. Seit 1992 befindet sich in den Räumen der Anlage u.a. ein Museum, und vor allem im Sommer finden hier häufig Veranstaltungen statt.
Wenn man von der Zitadelle ein paar Meter über die Brücke Richtung Spandau geht kann man noch einen schönen Blick auf die neue Schleuse werfen, die seit 2002 die alte, bereits im 16. Jahrhundert erbaute und 1993 gesperrte Schleuse ersetzt. Ein paar Meter weiter befindet sich rechts der Kolk, das älteste Siedlungsgebiet Spandaus. Hier findet man neben Resten der alten Stadtmauer ein Stadtbild, das einen in lange vergangene Zeiten zurückversetzt: Alte, liebevoll restaurierte Häuser und enge Sträßchen mit Kopfsteinpflaster prägen Kolk und Behnitz. Allerdings sind einige der restaurierten Häuser "Mogelpackungen", bei denen einiges neuer ist als es scheint. Dennoch lohnt sich ein Besuch, wie die kleinen Impressionen hier zeigen dürften.
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