Müllerhalle, Wedding
Die einzige Markthalle im Wedding ist die Müllerhalle. Sie wurde 1950 erbaut - was man ihr auch ansieht: Nicht zu vergleichen mit den wirklich schönen Hallen aus dem vorletzten Jahrhundert in Mitte oder Moabit, sondern... naja, 50er halt. Allerdings findet man hier in der Halle noch Reste des "typischen Markthallencharmes", zumindest was die Kundschaft in den noch vorhandenen Futterluken angeht. Hier darf der Kunde noch Proll sein und berlinerisch reden. ;)
1997 wurde die Halle saniert, auch hier hat sich mittlerweile ein Lebensmitteldiscounter eingerichtet, dazu ein großer ResteBilligladen. Von den einzelnen Ständen sind längst nicht mehr alle belegt. Also auch hier ein deutlich spürbarer Niedergang. Aber ehrlich gesagt: Ich gehe auch nur auf dem Heimweg ab und an durch die Halle - wirklich gekauft habe ich dort sehr wenig...
Deutlich mehr war in der Tegeler Markthalle los - vielleicht war's ja auch Zufall, aber in der - direkt an der Fußgängerzone liegenden - Halle stand kein Marktstand leer. Auch
wenn diese Halle erst 1972 gebaut (und 1987 renoviert) wurde hat der Standort eine gewisse Tradition: Bereits 1908 wurde hier ein "privater Wochenmarkt" eröffnet, und 1958 bekam er ein Eternitdach, getragen von einer Stahlkonstruktion, verpasst. Geschichte hin oder her - auch die Halle reizt mich jetzt nicht unbedingt zu weiteren Besuchen. Sollte es den lieben Leser danach gelüsten: Die Müllerhalle erreicht man mit der U 6 oder der Tram bis "U Seestraße" (dann die Müllerstraße stadtauswärts gehen), die Tegeler Markthalle mit der U 6 bis Alt-Tegel, dort in die Gorkistraße. Die Öffnungszeiten sind eher "klassisch", also nix ist mit gemütlichen Spät- oder Sonntagseinkäufen.
Quellen: [1] [2] [3] [4]
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