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Die Marheineke-Halle

Geschrieben am 14. Mai 2008

Marheineke-Markthalle von außenVon den ursprünglich 15 Berliner Markthallen, die von 1886 bis 1892 entstanden um dem „unhygienischen Gebaren“ auf den Wochenmärkten unter freiem Himmel ein Ende zu bereiten, existieren nur noch vier - und denen geht seit längerer Zeit immer mehr die Puste aus. In West-Berlin hatten die Hallen in den 60ern und 70ern des letzten Jahrhunderts noch eine Blütezeit, aber seit immer mehr Discounter an jeder Ecke zu finden sind, geht der Besuch dort stetig zurück. Markthallen haben ein ganz eigenes Flair, und so habe ich beschlossen, eine kleine Reihe darüber zu starten. Man gönnt sich ja sonst nix. ;)

Die Marheineke-Halle von innenLos geht's mit der Marheineke-Markthalle in Kreuzberg, die erst vor kurzem nach der Sanierung und Umgestaltung wieder geöffnet wurde. Alles wirkt nun durch eine Glasfront heller, eine Galerie wurde eingezogen, rund 40 Händler finden dort Platz, ungefähr 20 davon waren bereits in der alten Halle - wahrscheinlich diejenigen, die nicht auf Bio oder Öko machen. Der Besucher findet eine große Ausahl an Gastronomie, die allerdings wohl eher den "neuen Nachbarn", also den Kreuzberger Schwaben, Hessen und Rheinländern angepasst wurde. Beim Publikum handelt es sich eben nicht mehr um den "netten Proll von nebenan", typischer dürfte die Ökotussi mit "rettet Tempelhof-Button" und hinterpfälzischem Dialekt sein, die vor mir geschlagene geschätzte 4 Stunden brauchte um sich für ein bestimmtes Dinkelbrot zu entscheiden.

Blick von der Galerie in die HalleTja, was soll man nun sagen? Schön hell, nett renoviert, sauber, und irgendwie so... steril. Eigentlich findet man nix mehr von dem, was eine Berliner Markthalle - für mich - ausmacht. Wer gerade in der Ecke ist sollte sich die Halle trotzdem mal ansehen, aber deutlich interessanter fand ich den anschließenden Bummel über die Bergmannstraße. Vielleicht einfach beides bei einem kleinen Kreuzbergtrip miteinander verbinden. Mit der U-Bahn gelangt man am besten über die Gneisenaustraße dort hin, Öffnungszeiten der Markthalle sind Mo-Fr 8-20, Samstags 8-18 Uhr, Sonntags ist sie geschlossen.

Quellen: [1] [2] [3]

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